AEK Energie AG
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Solarstrom: Viele wollen produzieren – wenige wollen kaufen

Die Anzahl der Photovoltaik-Anlagen auf privaten Hausdächern steigt – das ist die gute Nachricht. Die Bestellung von Sonnen- oder anderem Ökostrom hat bei AEK nur marginal und nur für kurze Zeit zugenommen – das ist die schlechte Nachricht. Und: Kürzlich prangerte der Kassensturz an, dass die Elektrizitätswerke den kleinen Solarstromproduzenten zu wenig für deren Strom vergüten.

Was zahlt AEK?

Ein Eigenheimbesitzer, der eine Photovoltaik-Anlage auf seinem Dach montiert, erhält von AEK folgende Vergütung:

  • Überträgt der Produzent den ökologischen Mehrwert bzw. den Herkunftsnachweis der AEK, werden ihm 25 Rp./kWh vergütet. Diese Variante ist für Produzenten gedacht, die keine kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) erhalten und ihren produzierten Strom in erster Linie selber verbrauchen. Nur die überschüssige Energie wird an AEK abgegeben. Dieser Strom ist zwar erneuerbar, aber nicht wie der AEK Ökostrom nach «naturemade star» zertifiziert.
  • Wird der ökologische Mehrwert nicht an AEK übertragen, gilt der eingespeiste Strom als Standardstrom. Dann erhält der Produzent 12 Rp./kWh.

AEK verkauft ihren Standardstrom für 10.70 Rp./kWh (Produkt energy easy light). Damit vergütet sie den Produzenten mehr, als diese für AEK Standardstrom zahlen. Die Netznutzungsentschädigung ist im Vergleich ausgeklammert. Das Netz wird vom Energieversorger unterhalten und zur Verfügung gestellt, gehört also nicht in die Berechnung.

Pioniere kommen schlechter weg

Heute werden die Produktionskosten von Solarstrom mit rund 40 Rp./kWh beziffert. Dies ist richtig, wenn es sich um neue Anlagen handelt. Bei AEK kostet der Solarstrom zurzeit 80 Rp./kWh, ab dem 1. Januar 2012 63 Rp./kWh. Das hat seinen Grund: AEK bezieht ihren Solarstrom aus lokalen Anlagen, die bereits über 11 Jahre in Betrieb sind. Mit den Produzenten hat sie langfristige Abnahmeverträge abgeschlossen. Wäre AEK keine langfristigen Verträge eingegangen, hätte das eine oder andere Projekt gar nie realisiert werden können. Heute herrscht bei der Photovoltaik «Goldgräberstimmung», während die damaligen Produzenten Pionierarbeit geleistet und sich auf ein Risiko eingelassen haben. Diese Photovoltaikanlagen kamen um einiges teurer zu stehen und wurden nicht subventioniert. Zudem sind sie erst nach rund 20 Jahren Betriebsdauer abgeschrieben. Deshalb haben sie höhere Produktionskosten. Dass die Pioniere wegen den höheren Preisen angeprangert werden, ist ungerecht, sind sie doch mit der Investition in ihre Photovoltaikanlage ein grösseres Risiko eingegangen. Für AEK war die Photovoltaik in den ersten Jahren gar ein Verlustgeschäft. Heute decken die Einnahmen in etwa die Kosten.

Fukushima-Effekt währte nur kurz

Am 1. Januar 2010 bezogen 321 von rund 38 000 AEK Kunden Ökostrom. Ein Jahr später – am 1. Januar 2011 – waren es 46 Kunden mehr, das heisst 367. In den ersten 17 Tagen nach der Katastrophe in Fukushima hat AEK 30 neue Bestellungen für Ökostrom erhalten. Im Monat April waren es noch 15, im Mai nur noch fünf Neubestellungen. Die Nachfrage nach Ökostrom ist also nach wie vor gering.

Das Angebot an Ökostrom ist grösser als die Nachfrage

AEK bietet nicht erst seit Fukushima, sondern seit Jahren Ökostrom (Wind, Wasser, Sonne) an. Leider ist die Nachfrage seit jeher gering. Schade eigentlich, denn wer Ökostrom bestellt, löst damit aus, dass dieser auch produziert und ins Stromnetz eingespeist wird. Dadurch erhöht sich der Anteil an Ökostrom insgesamt. Der AEK Ökostrom ist nach dem «naturemade star»-Gütesiegel zertifiziert. Die unabhängige Zertifizierungsstelle kontrolliert jährlich die Produktions- und die Verkaufsbilanz.

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Ökostrom können Sie einfach über unsere Website oder unseren Kundenservice bestellen (Telefon 032 624 84 24).