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Erfolgreiches Geschäftsjahr der AEK-Gruppe – fit für den Wettbewerb

(Solothurn, 29.3.2006) Die AEK-Gruppe kann auf ein erfreuliches Geschäftsjahr zurückblicken. Ihr Umsatz hat erneut die 200-Millionen-Grenze überschritten. Das Stromgeschäft ist nach wie vor die umsatzstärkste Tätigkeit der gesamten Gruppe. Neben dem Contracting-Bereich der AEK Energie AG haben sich auch die Beteiligungsgesellschaften AEK Elektro AG, Arnold AG und AEK Pellet AG erfreulich weiterentwickelt. Ein ausserordentlicher Ertrag resultierte aus dem Verkauf der Indumo Software & Engineering AG.
 
Die AEK-Gruppe hat das Ergebnis vom vergangenen Jahr nochmals übertroffen. Der konsolidierte Umsatz beträgt 214.2 (Vorjahr 207.7) Mio. Franken. Bei einem Betriebsaufwand von 205.8 (200.6) Mio. Franken erzielte die Gruppe einen Cashflow 25.3 (21.6) Mio. Franken und weist einen deutlich höheren Jahresgewinn von 10.1 (5.9) Mio. Franken aus. Mit dieser komfortablen Ausgangslage blickt AEK optimistisch in die Zukunft.


Fit für Strommarktliberalisierung
Seit 112 Jahren ist AEK Energie AG im Stromgeschäft tätig und dieses ist nach wie vor die umsatzstärkste Tätigkeit der ganzen Gruppe. AEK Energie AG darf auf ein erfreuliches Jahr zurückblicken, sie erzielte einen Umsatz von 161.4 (152.5) Mio. Franken. Der Stromabsatz ist mit 1'473.7 (1'406) Mio. Kilowattstunden um rund 4.8 Prozent gestiegen. Die Entwicklung der Grosshandelspreise zeigt eindrücklich, dass der Stromproduktion im kommenden Wettbewerb entscheidende Bedeutung zukommt. Die AEK Energie AG ist mit ihren Strom produzierenden Atkionärinnen/Partnerinnen Atel und BKW bestens für diesen Wettbewerb gerüstet. Auch in Zeiten knapper Produktionskapazitäten ist für AEK-Kunden die Stromversorgung langfristig gesichert.

Fahrpläne zur Stromkostenoptimierung
Am Strombezug gemessen, bildet die Grossindustrie nach wie vor die grösste Kundengruppe. Sie beziehen 731.8 (701.3) Mio. Kilowattstunden, also rund die Hälfte (49.7 Prozent) des gelieferten AEK-Stroms. Grosskunden können von der Dienstleistung "Fahrplanmanagement" der AEK Energie AG profitieren und so ihre Stromkosten optimieren. Aufgrund der Produktionsplanung prognostiziert der Kunde, unterstützt durch die  AEK, seinen Stromverbrauch. Je genauer die Prognose, desto tiefer die Stromeinkaufskosten.

Allianz zum Nutzen der Region
Die Vertriebspartner sind mit 308.9 (+ 2.7 Prozent) Mio. Kilowattstunden (kWh) die zweitgrösste Kundengruppe, gefolgt von den Privathaushalten und dem Gewerbe mit  242.8 (+ 2.5 Prozent) Mio. kWh sowie den KMU mit  159.1 (+ 14 Prozent) Mio. kWh. Gemeinsam mit den 1to1-energy Partnern Städtische Werke Grenchen, Elektrizitäts- und Wasserversorgung Derendingen, Elektra Äusseres Wasseramt und Elektra Oekingen Halten bietet AEK ihren Stromkundinnen und -kunden in der Region Solothurn attraktive Produkte und Dienstleistungen an. So senkte das neu eingeführte Stromprodukt 1to1-energy-easy die Stromkosten der Privatkunden um durchschnittlich 7 Prozent und jene der Gewerbekunden sogar um 10 Prozent. Mittlerweile haben sich rund 100 Mitglieder der 1to1-Allianz angeschlossen und entwickeln gemeinsam für ihre Kunden optimierte Angebote.
 
Die zwei grössten Contracting-Anlagen der Schweiz
Im Juni 2005 nahm die Ferndampfleitung von der Kehrichtverbrennungsanlage Zuchwil (KEBAG) zur Papierfabrik M-real Biberist termingerecht ihren Betrieb auf. Damit hat AEK ein für die Region und die Schweiz wegweisendes Projekt zur ökologischen und ökonomischen Energieversorgung realisiert. Die Investitionssumme beträgt knapp 17 Mio. Franken, womit die Ferndampfleitung eines der bedeutendsten Contracting-Projekte der AEK ist.  Mit ihr und der Energie Biberist AG (EBAG) betreibt AEK die zwei grössten Contracting-Anlagen der Schweiz.
AEK wird ihr Engagement im Bereich Anlagen-Contracting weiter verstärken und ihre Marktstellung gezielt ausbauen. Dabei nützt sie auch die Synergiepotenziale mit der AEK Pellet AG. Im Berichtsjahr konnten die ersten Pellet-Kesselanlagen mit Leistungen zwischen 200kW und 640kW erfolgreich in Betrieb genommen werden.
 
Markleaderin bei Pellets
Schon frühzeitig hat AEK den Trend zu Pellets erkannt und daher in deren Produktion investiert. Mit sorgfältiger Produktion und stetiger Produktkontrolle garantiert sie höchsten Qualitätstandard nach DINplus. So konnte sich AEK Pellet AG als grösste Pelletproduzentin und Marktleaderin in der Schweiz behaupten. Das Marktvolumen von Pellets lag in der Schweiz im Jahr 2005 bei rund 40'000 Tonnen. Aufgrund zu niedriger Lagerkapazitäten wurden im Sommer produzierte Pellets zu tieferen Preisen verkauft. Im Herbst änderte sich die Situation schlagartig. Durch den sprunghaft angestiegenen Absatz von Pelletöfen, sowie die massive Preiserhöhungen auf fossilen Brennstoffen, ist die Nachfrage nach Pellets rasant gestiegen. Der Absatz konnte gegenüber dem Vorjahr um über 40 Prozent gesteigert werden. AEK hat ihre Vertriebskanäle im Berichtsjahr weiter ausgebaut. Neu im Aufbau ist derzeit das Tessin, wo die Nachfrage gegenüber den anderen Landesteilen noch etwas geringer ist.
 
Die dynamische Marktentwicklung wird sich fortsetzten. AEK rechnet mit einer jährlich steigenden Nachfrage von 20 bis 30 Prozent und wird deshalb weiterhin in die Produktion von Pellets investieren. Mit dem geplanten Holzverarbeitungs-Zentrum Luterbach (HVZ) plant sie, das Produktionsvolumen von 31'000 Tonnen auf insgesamt 120'000 Tonnen zu erhöhen.
 
Eine führende Anbieterin von Elektrodienstleistungen
AEK Elektro bestätigte sich als eine der führenden Anbieterinnen von Elektrodienstleistungen im AEK-Versorgungsgebiet. Ein besonders repräsentativer Auftrag war die Renovation des Schlosses Waldegg, welcher die Ausführung der gesamten Elektrotechnik beinhaltete. Mehrere neue Industriekunden aus der Region konnte AEK Elektro AG für ihre Dienstleistungen im Schwachstrombereich (Kommunikationsverkabelungen und Sicherheitssysteme) gewinnen. Mit den Projekten Zweckverband Abwasserregion Solothurn-Emme (ZASE/Emmenspitz) und ARA Grenchen hatte sie ihr Fachwissen, rund um die Montage in der Abwasserbandlung, unter Beweis gestellt.
Ebenfalls positiv verlief das Filialgeschäft, die Aufträge von Geschäftskunden nahmen zu. So setzte die AEK Elektro AG beispielsweise bei der Wyss Samen und Pflanzen AG und auch bei der Felix Hediger AG ganze Beleuchtungskonzepte um. Im Telekommgeschäft ist die Nachfrage für Teilnehmervermittlungsanlagen gestiegen.

Arnold AG -  Erwartungen übertroffen
Die Arnold AG hat im 2005 alle ihre Ziele erreicht. Dank der optimalen Auftragssituation von März bis Dezember, übertraf das finanzielle Ergebnis die Erwartungen. Das Auftragsvolumen im Bereich Netzbau ist um erfreuliche 7 Prozent gestiegen. Die Demontage von alten und die anschliessende Montage von neuen Gittermastleitungen über den Nufenen-Pass beanspruchte den Grossleitungsbau während drei Monaten.
Aus der ganzen Schweiz gingen Aufträge für den Kabelbau im Hochspannungsbereich ein. Hervorzuheben ist die 132 kV-Leitung im neuen Lötschberg Basis Tunnel sowie die Verkabelung der Transformatorenstation der BLS (Bern-Lötschberg-Simplon Bahnen) in Wimmis. 
Die Firma Tridel in Lausanne übertrug der Arnold ein spezielles Projekt mit einem Volumen von 3.5 Mio. Franken. Dieses beinhaltete die Erstellung der gesamten elektrischen Versorgung im Bereich 50 kV und 20 kV und die Installation und Beschaffung von neun Transformatoren sowie sämtlichen Leistungskabeln.
Starker Preisdruck herrschte im Bereich elektromechanische Anlagen. Trotzdem waren die spezialisierten Teams von Arnold-Monteuren in der ganzen Schweiz unterwegs. Beispielsweise auf dem Autobahnabschnitt A16 im Jura sowie der Westumfahrung in Zürich, wo sie verschiedene neue Tunnel mit Beleuchtungen und SOS-Markierungen ausrüsteten.
 
Indumo an Atel verkauft
Die Indumo Software & Engineering AG (Tochtergesellschaft der AEK Elektro AG) konnte mit dem gewonnenen Sanierungsauftrag der Ofenlinien 1 bis 3 der Kehrichtverbrennungsanlage KEBAG Emmenspitz einen weiteren Erfolg im Bereich Umwelttechnik verbuchen. Im Bereich Gebäudeautomation hat die Indumo für die Verteilerkette Prodega mehrere Märkte umgebaut und auf den neuen technologischen Stand gebracht sowie das prestigeträchtige Projekt Matterhorn Topterminal Täsch realisiert. Nachdem Indumo bereits im 2004 grosse Projekte für das Holcim Werk in Siggenthal ausführte, startete sie im Berichtsjahr für den Schweizer Baustoffproduzenten weitere interessante Erneuerungsprojekte. Auch die beim Paul Scherrer Institut laufenden Forschungsprojekte konnten mit der von Indumo gelieferten Leittechnik weiter vorangetrieben werden.
Per 31. Dezember 2005 hat AEK 100 Prozent ihrer Beteiligungen an der Indumo an die Atel Installationstechnik verkauft. Innerhalb der AEK Gruppe ist die Indumo gewachsen und hat sich zu einem schweizweit tätigen Unternehmen entwickelt. Durch das zukünftig gemeinsame Auftreten von Atel und Indumo, verbessern sich die Chancen am Markt erheblich. 
                               




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