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Wärmeverbund Oensingen

Die Heizzentrale ist in Betrieb

Seit Dezember 2011 wird die Wohnüberbauung Leuenfeld durch die neue Heizzentrale, die auf dem Werkhofareal der Bügergemeinde steht, beheizt. Der Ausbau Richtung Zentrum ist in diesem Jahr vorgesehen; die Leitung dafür wurde bereits bis zum Ende des Grundstücks der Bürgergemeinde verlegt. Sie wird über eine Länge von 2,5 Kilometer Richtung Zentrum bis zum Kreisschulhaus gezogen.

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Interview mit Urs Berger, Bürgergemeindepräsident Oensingen

 

 

 

 

 

 

Urs Berger, Präsident der Bürgergemeinde Oensingen (links) und Roger Scheidegger, Leiter Contracting AEK Energie AG, vor dem Heizkessel.

Urs Berger, Sie sind Initiant des Wärmeverbunds Oensingen. Wie ist die Idee dafür entstanden?
Urs Berger: Schon 1985 hatte unsere Bürgergemeinde eine erste Schnitzelheizung im Schulhaus Oberdorf gebaut und betrieben. Diese war aber technisch noch nicht ausgereift. Unser Wunsch war schon immer der Bau eines grösseren Wärmeverbunds. Mit der Überbauung Leuenfeld haben wir die Zeichen dafür gesetzt. Der Käufer des Baulands musste sich verpflichten, die Liegenschaften mit einer Holzenergieanlage zu beheizen.

Es gibt Bürgergemeinden, die ihren Wärmeverbund in eigener Regie bauen und betreiben. Weshalb haben Sie sich für eine Zusammenarbeit mit AEK entschieden?
Urs Berger: Aufgrund unserer Erfahrungen mit früheren Schnitzelheizungen wissen wir, dass der Bau und Betrieb einer grösseren Heizzentrale ein hohes Mass an Professionalität erfordert. Bei der Wahl des Contractors haben wir AEK, unsere lokale Stromversorgerin, vor allem aufgrund ihres langjährigen Know-hows im Bau und Betrieb von Energieversorgungsanlagen berücksichtigt.

Welches sind Ihre Erfahrungen mit der bisherigen Zusammenarbeit?
Urs Berger: Die Zusammenarbeit mit AEK verläuft ausgezeichnet. Die Mitarbeiter sind sehr kompetent und kooperativ.

Ihre Bürgergemeinde hat sich nicht nur zur Hälfte am Bau der Heizzentrale beteiligt, auch bei der Erweiterung Richtung Dorf kommt ihr eine wichtige Rolle zu, denn sie übernimmt die Vorfinanzierung dieses Teilstücks. Warum beteiligt sich Ihre Bürgergemeinde so stark an einem Wärmeverbund?
Urs Berger: Wir sind überzeugt, dass ein Wärmeverbund etwas sehr Sinnvolles ist. Die Versorgungssicherheit ist dank einheimischem Brennstoff auch in Krisenzeiten gewährleistet, ausserdem ist der Brennstoffpreis nicht an die internationalen Finanzmärkte gekoppelt. Als Holzlieferant sind wir daran interessiert, dass der Wärmeverbund eine gewisse Grösse erreicht. Und nicht zuletzt möchten wir als Bürgergemeinde, dass es unserem Dorf gut geht. Eine sichere, umweltfreundliche und nachhaltige Energieversorgung ist ein wichtiger Grundstein dafür.