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5 Kilometer und 20 Meter Stromkabel unter der Erde

Selzach/Grenchen, 11. Januar 2002 (aek) Die mit längsten Einzelteilen von 3000 Metern unterirdisch verlegte Stromleitung der Schweiz misst genau 5020 Meter. Das Kabel verläuft zwischen Selzach und Grenchen und versorgt das AEK-Unterwerk "Grenchen 1" mit 50'000 Volt.

Es ist das mit längsten Einzelteilen unterirdisch verlegte 50'000-Volt-Kabel, das in der Schweiz bislang realisiert wurde: Genau 5 Kilometer und 22 Meter misst die Strecke zwischen den AEK-Unterwerken Selzach und "Grenchen 1". "Das Einziehen des Stromkabels war sehr anspruchsvoll. Auf eine solche Distanz treten beim Ziehen des Kabels gewaltige Kräfte und Belastungen auf. Darum mussten wir höllisch aufpassen, dass es nicht riss", erinnert sich Bauleiter Charles Marti von der AEK Energie AG.

Brugg Kabel AG als Partner

Der Leistung der AEK-Bauleute zollte auch der Hersteller des Kabels Respekt: "Für uns war die Produktion des Kabels in sechs Extremlängen ebenfalls eine grosse Herausforderung. Wir sind hoch zufrieden, dass die Fachleute von AEK und Arnold AG bei der Realisierung dieses Projekts derart kompetent zu Werke gegangen sind", meint Ulrich Betschart, Geschäftsführer des grössten Schweizer Kabelherstellers, der Brugg Kabel AG".

Grenchner Versorgungssicherheit erhöht
Ziel der technischen Sonderleistung ist die sichere und auch in Zukunft ausreichende Versorgung der Stadt Grenchen. Durch diese Leitung wird Grenchen in Zukunft in einem noch solideren Ring versorgt. Sollte eine der zwei Versorgungsleitungen wider Erwarten ihren Dienst versagen, könnte die zweite blitz-schnell die Aufgabe übernehmen. "Vier Fünftel unseres Stroms verbrauchen Industrie, Gewerbe und Dienstleistungsfirmen, und nur gerade 20 Prozent fliessen in die Privathaushalte", erklärt Per Just, Direktor der Städtischen Werke Grenchen (SWG). Weil zahlreiche Firmen im diffizilen High-Tech-Bereich tätig sind, können sich Stromunterbrüche, ja gar leise Spannungsschwankungen verheerend auswirken. Darum ist auch Per Just glücklich über diese neue Anbindung.

Qualität und Sicherheit trotz Marktöffnung
AEK-Direktor Urs Böhlen betont, dass es gerade an der Schwelle zur Marktöffnung Sinn mache, in ein tadellos funktionierendes und leistungsfähiges Stromnetz zu investieren. Die neue unterirdische Leitungsführung hat die AEK insgesamt rund 2,5 Mio. Franken gekostet. "Eine Investition, hinter der wir stehen können. Wir wollen unseren Partnern auch in Zukunft unsere hohe technische Qualität bieten", so Böhlen.

Schliesslich steht das Projekt auch im Zeichen des Landschaftsschutzes. "Ganz in der Nähe befindet sich die Aareschutzzone. Da wäre es widersinnig gewesen, Betonmasten in die schöne Landschaft zu stellen", ist Hans Ulrich Müller, Leiter Technik bei der AEK, überzeugt.
 




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